Radverkehr in Bayern

Das Fahrrad hat für die alltägliche Mobilität der Menschen in Bayern eine große Bedeutung: Es ist auf kurzen bis mittleren Strecken meist das schnellste, kosten­günstigste und effektivste Verkehrs­mittel. Es bietet eine klima­freundliche und gesunde Alternative zum motorisierten Individual­verkehr und spielt eine zentrale Rolle bei der Verkehrs­wende. Für die Fahrt zur Arbeit oder zum Bahnhof ist das Fahrrad oft das beste Verkehrs­mittel – ohne Stau und Parkplatz­probleme. Auch im Liefer­verkehr steckt Potential: Hier sind Lasten­fahrräder gerade auf der „letzten Meile“ interessant. Insgesamt heißt mehr Rad­verkehr in Bayern auch mehr Lebens­qualität in den Städten und auf dem Land.

Landes­weit hat Bayern einen Rad­verkehrs­anteil von derzeit 11 % bezogen auf die Zahl der zurück­gelegten Wege (MiD 2023). Das wollen wir erhöhen: Mehr als 40 % des motorisierten Individual­verkehrs (MIV) bewegt sich im 5 km-Bereich, und knapp 75 % aller zurück­gelegten Wege (egal welches Verkehrs­mittel) liegen in einem Entfernungs­bereich bis zu 10 km – grund­sätzlich ideale Distanzen für den Rad­verkehr, insbesondere auch vor dem Hinter­grund einer stetig zu­nehmenden Pedelec­nutzung.

Die Förderung des Rad­verkehrs ist daher ein Schwer­punkt der bayerischen Verkehrs­politik. Besonders mit der im Juli 2021 von Herrn Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder gestarteten „Radoffensive Klima­land Bayern“, dem 2023 in Kraft getretenen Bayerischen Rad­gesetz und seinen viel­fältigen Förder­programmen hat der Freistaat beste Voraus­setzungen geschaffen, um die Rad­infrastruktur zusammen mit den Gemeinden, Städten und Land­kreisen weiter ziel­gerichtet auszubauen. 

Allein im Zeitraum 2023 bis 2025 konnten in Bayern rund 600 km neue Rad­wege gebaut und über 12.000 neue Fahrrad­abstell­anlagen durch den Freistaat gefördert werden. Unserem Ziel, gemeinsam mit den Kommunen im Zeitraum 2023 bis 2030 insgesamt 1.500 km neue Rad­wege gebaut zu haben, kommen wir damit ein gutes Stück näher.